Der Studiengang  Philosophy, Politics and Economics (BA)  an der Heinrich-Heine-Universität ist als integrativer Studiengang angelegt. Er wird der Philosophischen Fakultät und der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät zugeordnet. Als Interdisziplinärer Studiengang verknüpft er die Fächer Philosophie, Politikwissenschaft und Wirtschaftswissenschaften und ermöglicht dadurch eine umfassende Herangehensweise an gesellschaftliche Herausforderungen.

Das Studium gliedert sich in zwei Bereiche. In den ersten vier Semester werden die Studierenden mit den Grundbegriffen und Methoden aus den drei Bereichen Philosophie, Politikwissenschaft und Wirtschaftswissenschaften vertraut gemacht. Diese werden dann im fünften und sechsten Semesterzusammengeführt und vertieft, sowie in der Praxis im Rahmen des Praktikums und des Bachelorforums erprobt. Zuletzt wird über die Bachelorarbeit ein Nachweis über die erworbenen Kompetenzen auf inhaltlicher und methodischer Ebene erbracht.

Durch das Studium erwerben die Studierenden aus dem Bereich der Philosophie die Fähigkeiten zur rationalen Argumentation und verständlichen Kommunikation, werden befähigt, komplexe Sachverhalte konzeptionell einzuordnen und Strategien zu entwickeln und mit den Sachverhalten konstruktiv umzugehen. Dabei wird besondere Beachtung auf die normativen Implikationen der Vorschläge gelegt, sodass eine reflektierte Zusammenarbeit auf ein gemeinsames Ziel stattfinden kann.

Aus dem Bereich der Politikwissenschaft werden die Studierenden in der Lage versetzt, komplexe politischen Zusammenhänge zu erkennen und die beteiligten Institutionen und Prozesse zu lokalisieren. Dazu greifen sie auf verschiedene politikwissenschaftliche Forschungsansätze zurück und können die verschiedenen Ergebnisse einschätzen, vergleichen und verknüpfen.

Die wirtschaftlichen Dimensionen dieser Zusammenhänge können anhand von mikro- und makroökonomischen Theorien dargelegt werden, sodass gesamtwirtschaftliche Zusammenhänge analysiert werden können. Die Studierenden kennen konkurrierende gesellschaftliche Zielbestimmungen der Ökonomie und können diese kritisch beurteilen. Von besonderer Relevanz sind hier die Gründe für Marktversagen und die möglichen staatlichen Eingriffe in den Marktmechanismus.

Zusammengeführt ist das Ziel des Studiengangs, Absolvent*innen auszubilden, die in der Lage sind, verantwortungsvolle Entscheidungen an der Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Politik zu treffen und Entscheidungsträger*innen kompetent zu beraten.

Konkret soll der Studiengang Absolventen*innen dazu befähigen,

  1. die politischen und wirtschaftlichen Folgen von Entscheidungen abzuschätzen;

  2. die der Entscheidung zu Grunde liegende Zielsetzung zu analysieren und eindeutig zu artikulieren;

  3. rational zu entscheiden, indem sie Ziele und Entscheidungen in ein günstiges Zweck- Mittel-Verhältnis setzen;

  4. Zielsetzungen kritisch zu reflektieren und verschiedene Normsysteme bei der Entscheidungsfindung zu berücksichtigen;

  5. Positionen argumentativ zu verteidigen und ethische Aspekt ein ihrer Entscheidungsfindung angemessen zu berücksichtigen.